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Arbeit der Frauen wichtig für Politik
Kreishauptversammlung der Frauen-Union - Zahlreiche politische und soziale Themen

Auf ein sehr reges politisches wie auch rühriges gesellschaftliches Jahr blickte die Frauen-Union (FU), Kreisverband Landshut-Land, im Rahmen ihrer Kreishauptversammlung am Freitagabend im Gasthaus Betz in Oberglaim zurück. Diese Veranstaltung stieß auf sehr großes Interesse, weshalb Kreisvorsitzende Anna Wolfsecker auch eine Vielzahl erschienene FU- und CSU-Vertniterinnen begrüßen konnte.

Arbeit der Frauen wichtigIm Rahmen ihres Rechenschaftsbe- richts informierte die Kreisvorsitzende zunächst über die zahlreichen Aktivitäten des FU- Kreisverbands seit der letzten Hauptversammlung. Obgleich sie dabei nur auf die wichtigsten Ereignisse einging, zeigte sich deutlich, dass der FU-Kreisverband im Berichtszeitraum wieder mit sehr viel Energie und Entschlossenheit auf der politischen Bühne tätig war und gleichzeitig auch verschiedenste Unternehmungen im geselligen Bereich gestartet wurden. Eine immer wieder allgemein gesehene ·Politikverdrossenheit, so Wolfsecker, könne sie bei dem vorhandenen hohen Interesse beziehungsweise der enormen politischen Leidenschaft im FU-Kreisverband mit seinen Ortsverbänden nicht feststellen.

Über 500 Mitglieder

Über 507 Mitglieder zähle der Kreisverband Landshut-Land aktuell, womit er unter den zehn bestehenden Kreisverbänden in Niederbayern der mitgliederstärkste sei. "Ich danke der Kreisvorstandschaft für das hohe Engagement, aber auch den vielen Mitgliedern in den Qrtsverbänden, die sich bei den einzelnen Aktionen des Kreisverbandes aktiv eingebracht haben", so Wolfsecker in ihren abschließenden Worten. Durch Schatzmeisterin Liselotte Selmaier folgte daraufhin der finanzielle Rechenschaftsbericht. Renate Zitzelsberger, die neben Gertraud Goderbauer die Kassenprüfung vornahm, bescheinigte eine geordnete wie auch sachlich-richtige Kassenführung. Die Vorstandschaft wurde daraufhin von den Mitgliedern einstimmig entlastet.

CSU-Kreisvorsitzende Gertraud Goderbauer (MdL) dankte in ihrem Grußwort für die lebendige Arbeit der FU, die auch in enger Zusammenarbeit mit der CSU erfolge. Eine gute Stimmung untereinander sorge für ein optimales Fundament bei der politischen Arbeit. Stellvertretender Landrat Daniel Sparer sagte in seinem Grußwort, dass die nächsten Monate und Jahre, betrachte man die anstehenden verschiedensten Wahlen, eine interessante Zeit für die CSU werde. Hierbei sei es wichtig, dass alle zusammenstehen und Geschlossenheit zeigen. Der FU-Kreisverband sei sehr aktiv, was ein immenses Maß an Initiative erfordere. Genau dieses Engagement sei es, weshalb die CSU zu Recht und mit Erfolg. an der Spitze Bayerns stehe. In Bayern gehe es den Menschen gut, was der CSU zu verdanken sei. Zur Landkreispolitik informierte Sporer zum jüngst verabschiedeten Finanzhaushalt. Dieser sehe sehr viele Investitionen in den Bereichen Bildung, Medizin und Infrastruktur vor, was den Landkreis zukünftig nach vorne bringen werde. Fakt sei dabei aber auch, dass die Schuldentilgung eine wichtige Aufgabe der Zukunft sei.

Schulden bis 2030, tilgen

Zu aktuellen Themen aus dem Landtag berichtete daraufhin Staatsminister a. D. Erwin Huber (MdL). Zunächst lobte er die Arbeit des Kreisverbandes. Die Arbeit der Frauen sei sehr wichtig für die Politik in Bayern. Mit Anna Wolfsecker habe der FU-Kreisverband eine exzellente Vorsitzende. Zu den bisher wichtigsten Aufgaben im Landtag des Jahres 2012 gehörte dieVerabschiedung des Haushalts. Bayern sei in der glücklichen Lage, ohne Schuldenneuaufnahme seine Aufgaben bewältigen und gleichzeitig Schulden tilgen zu können. Bayern habe seit 2007 einen ausgeglichenen Haushalt. Eine Situation, die andere Bundesländer erst in vielen Jahren erreichen könnten. Das von Ministerpräsident Horst Seehofer gesetzte Ziel, die Schulden Bayerns bis 2030 zu tilgen, sei sicherlich eine Herausforderung. Dennoch sei dieses Ziel zu schaffen,' auch wenn dies von politischen Vertretern verschiedenster Couleur als t:u ehrgeizig angesehen werde. Die CSU sei der Grundüberzeugung, dass Bildung das wichtigste sei, was jungen Menschen heute auf den Weg mitgegeben werden müsse. Bayern biete ein breites Bildungsangebot, in welches auch viel investiert werde. Der niedrigsten Zahl von Schülern stehe heute die höchste Zahl von Lehrern gegen über. Das in Bayern vorherrschende Schulsystem sei der optimale Weg, um die individuellen Begabungen zu fördern. Einer Einheitsschule erteilte er dabei eine klare Absage. Bayern sei das Land mit der niedrigsten Arbeitslosigkeit und in Niederbayern herrsche praktisch Vollbeschäftigung. Dies sei eine klare Botschaft, dass die gebotenen schulischen Qualifikationswege in Bayern richtig seien.

Auch zum Betreuungsgeld berichtete Huber. Dass dieses Thema solch hohe Wellen schlage, hätte er nicht gedacht. Eltern sollten frei entscheiden können, ob sie ihr Kind selbst betreuen oder die Betreuung in die Hände einer Krippe legen. Wogegen sich die CSU aber wehre, ist ein gesellschaftlicher Druck, dass Kinder unbedingt in die Krippe müssten und Eltern, die ihre Kinder selbst 'betreuen, diffamiert würden. Das Betreuungsgeld sei gerecht und hieran werde die CSU auch festhalten. Dieses Thema stand nach Abschluss der Informationen durch Erwin Huber auch stark im Mittelpunkt einer sich anschließenden regen Diskussion, wobei sich die anwesenden FU-Vertreterinnen den Ausführungen von Erwin Huber anschlossen.
LZ v. 30.04.201
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