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Politischer Einsatz für die Frauen
Frauen Union im Landkreis beging 30-jähriges Bestehen mit einem Festakt


E r g o l d i n g. Der 3 0. August dürfte in der Geschichte der, Frauen‑Union des Kreisverbandes Landshut Land einen besonderen Stellenwert einnehmen, denn vor 30 Jahren wurde der Kreisverband aus der Taufe gehoben. Anlässlich dieses Ereignisses fand man sich zu einer Jubiläumsfeier im Gasthaus zum KraxnWirt in Ergolding ein, zu der die Kreisvorsitzende Anna Wolfsecker eingeladen hatte.
Dieser feierliche Anlass bewegte zahlreiche Mitglieder, an diesem Jubiläum teilzunehmen, denn Kreisvorsitzende Anna Wolfsecker konnte einen bis auf den letzten Platz gefüllten Saal an Mitgliedern willkommen heißen. Unverkennbar und unübersehbar wurde mit diesem zahlreichen Besuch auch die aktuelle Stellung der Frau und des Kreisverbandes in unserer Gesellschaft und im politischen Spektrum demonstriert. Dass man den Frauen heute diesen Platz in beiden Bereichen zugesteht, bewies bei diesem Jubiläum die Anwesenheit von hochkarätigen Politikern, wie der Europaabgeordneten Dr. Angelika Niebler und des Staatsministers Erwin Huber.

FU Kreisvorsitzende Anna Wolfsecker brachte in ihrer Begrüßungsrede 'einen kurzen Rückblick auf die, vergangenen 30 Jahre Vereinsgeschichte. Im Jahre 1973 taten sich elf FU‑Ortverbände zusammen und gründeten den Kreisverband der CSU Frauen‑Union Landshut‑Land anlässlich einer gemeinsamen Versammlung mit der Frauen‑Union Landshut‑Stadt. Die erste Kreisvorsitzende war Gräfin von Monteglas aus Gerzen. Im Jahre 1979 wurde Rita Schmalhofer aus Jellenkofen als Nachfolgerin für die nicht mehr angetretene Gräfin von Monteglas in dieses Amt gewählt und übte es bis ins Jahr 1993 aus: sie ist heute Ehrenvorsitzende. Renate Zitzelsberger aus Altdorf übernahm 1993 die Führung des Kreisverbandes und gab sie im Juni 2002 an Anna Wolfsecker aus Geisenhausen ab, die sie bis zum heutigen Tage ausübt. Inzwischen gehören dem Verband 17 Ortsverbände mit annähernd 600 Mitgliedern an.
In der Festrede hob die Europaabgeordnete Dr. Angelika Niebler die Bedeutung der Frau in unserer Gesellschaft besonders hervor. Sie meinte, man habe inzwischen 50 Prozent an Frauenquote erreicht. Es komme aber nicht nur auf die Größe, sondern besonders auf die Leistung an. Die politische Gesellschaft sei ein großes Feld, wo man sich engagieren könne und müsse. Was heute eine m Selbstverständlichkeit in der Frauenbewegung darstelle, sei jedoch in se den zurückliegenden Jahren hart erkämpft worden. sagte die Rednerin. Viel habe sich zwischenzeitlich ver­ändert; Frauen seien auf dem Vormarsch. Jede zweite Frau stehe heute in Arbeit. Die höchste Erwerbsquote der Frauen gebe es in Bayern. In den Parlamenten stellten sich die Frauen ihrem parlamentarischen Auftrag, allerdings seien sie noch nicht ausreichend genug vertreten. Im Bund liege der Frauenanteil bei 33 Prozent, im Land bei 22 bis 24 Prozent und in Europa bei 35,7 Prozent. "In dieser Sache", meinte Dr. Niebler, "sind die skandinavischen Länder unschlagbar. In Italien liegt der Frauenanteil bei 11 und in Frankreich sogar erst 4,9 Prozent. Dass heute Kinderbetreuung und Familie und Beruf vereinbar sind, ist der Verdienst der Frauen‑Union. " 
Staatsminister Erwin Huber dankte, in seiner Rede der Bezirksvorsitzenden Wolfsecker für ihr Engagement und für ihre Arbeit, die viel Opfer an Freizeit abverlange. Doch sei diese Arbeit unerlässlich. Die Arbeit stehe gleichberechtigt neben der der 'Männer und die Frauen seien bereit. Mitverantwortung zu tragen, sagte der Minister. Das Engagement der Frauen habe das Bewusstsein der Männer verändert. Doch gebe es noch viel zu tun, meinte Huber. Die Mitverantwortung müsse weiter ausgebaut werden. Die CSU in Niederbayern werde diesen Weg fortsetzen. ..Politik ist Kampf von Wettbewerbern. 2Jan muss schon manche Belastung auf sich nehmen, Kampfbereitschaft, Einsatzfreudigkeit aufnehmen, um sich nicht abdrängen zu lassen. "
Minister Huber ging in seiner Rede auch auf die Politik von Ministerpräsident Stoiber ein, und meinte, Stoiber gehöre zu denen, die weit vorausgedacht hätten. Kinderbetreuungsprogramm in Bayern, Familie mit Kinder zu stärken. Gleichstellung der Frau in der Wirtschaft und in der Familie seien gefördert worden. Viele Frauen wollten oder müssten berufstätig sein; denen zu helfen sei Aufgabe der FU, der CSU Bavern. Ein weiterer angesprochener 'Punkt waren die Ganztagsschulen. Hier meinte 'Huber, dazu gebe es unterschiedliche Meinungen. Hier sollten die freiwilligen Angebote in den Vordergrund treten, keine Zwangsmaßnahmen.

Im Rahmen der Versammlung wurden auch folgende Mitglieder für langjährige Mitarbeit geehrt: Theresa Zimmermann für 45 Jahre Treue. Franziska Ramsauer für 44 Jahre. Gisela Radspieler für 31 Jahre ‑ Ortsverband Gelsenhausen. Pfeffenhausen: Maria Butz für 38 Jahre Treue, Magdalena Köglmeier für 38 Treue. Aham: Anni Börner für 38 Jahre und Johanna Penzkofer für 46 Jahre Treue. Ergoldsbach: Renate Gürtner für 30 Jahre, Lieselotte Selmaier für 31 und Rita Schmalhofer für 32 Jahre Treue. Rottenburg: Maria Aiwanger für 32, und Erna Pritscher für 32 Jahre. Velden: Hedwig Obermeier für 45 Jahre Treue. Vilsbiburg: Marianne Biedermann für 37 Jahre Treue