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Kinderbetreuung diskutiert

Hohlmeier diskutierte mit Kreis- und Gemeinderätinnen

 

Im Anschluss an die Regionalkonferenz der CSU hatte die Frauen Union der CSU die Möglichkeit, mit Kultusministerin Monika Hohlmeier über das neue Kinderbetreuungskonzept zu sprechen und, zu diskutieren. Dabei wurde sehr schnell klar, dass die Wahlfreiheit der Familien erhalten und gestärkt werden muss.

Das heißt: Die Eltern sollten in eigener Freiheit und Verantwortung für das Kind bestimmen können, ob sie Familie und Erwerbstätigkeit vereinbaren wollen oder ob sich ein Elternteil ausschließlich der Kinderbetreuung widmen will. Die CSU – Gemeinde- und Kreisrätinnen beziehungsweise Listenkandidatinnen waren sich zusammen mit Monika Hohlmeier darüber einig, dass es sehr wichtig ist, dass neben der Stärkung der Erziehungskraft der Familien auch ein bedarfsorientiertes Betreuungsangebot für alle Altersgruppen geschaffen werden muss, das sich an den Lebensrealitäten der in Bayern wohnenden Familien orientiert. Es steht eindeutig fest, dass der Bedarf der Kinderbetreuung auch für Kinder unter drei Jahre steigt, rund sieben Prozent dieser Altersschicht muss künftig betreut werden, weil es sonst zu Problemen kommt. Es sind heute schon keine Einzelfälle, dass zwei- und dreijährige Kinder oft stundenlang alleine zu Hause gelassen werden, so die Staatsministerin. Für Kinder unter einem Jahr ist der Bedarf sehr gering. Für drei- bis sechsjährige Kinder ist die Betreuung durch die Kindergärten sehr gut.
Schon heute werden in fast allen Kindergärten überzogene Gruppenangeboten, das heißt die Kinder können dort bis 14:00 Uhr verweilen oder Ganztagsgruppen besuchen. Problematisch wird es oft, wenn die Kinder in die Schule kommen.
Auch Kinder der ersten und zweiten Klasse sollen in Zukunft die Möglichkeit bekommen, am Nachmittag in die Kindergärten zurück zu kommen und somit unter Aufsicht zu sein. Einig war man sich auch darüber, dass die Möglichkeit einer Ganztagsbetreuung angestrebt werden muss, nicht jedoch die Ganztagsschule, die nur in Einzelfällen sinnvoll ist. Monika Hohlmeier bedankte sich abschließend bei den CSU-Frauen für das konstruktive Gespräch und bot ihre Unterstützung zur Förderung und Schaffung familienfreundlicher Kommunen an.
aus LZ v. 13.10.2001